Lexikon der Abhängigkeiten

 

Hier findest Du unter dem Oberbegriff Abhängigkeiten die bekanntesten Suchtarten und Essstörungen in Kurzform sowie weiterführende Links.

Hinweis: Die Inhalte des Lexikons der Abhängigkeiten wurden von engagierten Schülern nach gewissenhafter Recherche unter Angabe der Quellen zusammengestellt.

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Alkohol

Aussehen und Einnahme:

  • klare Flüssigkeit
  • orale Einnahme

Wirkung:

  • entspannend
  • Stimmungssteigerung
  • Steigerung der Redseligkeit

Nebenwirkungen:

kurzfristig

  • Sehprobleme
  • nachlassende Aufmerksamkeit
  • nachlassende Reaktionsfähigkeit
  • Gleichgewichtsstörungen
  • lallende Aussprache
  • Leistungsfähigkeit des Gehirns nimmt ab
  • geschwächtes Urteilsvermögen
  • Kritikfähigkeit sinkt
  • Risikobereitschaft steigt
  • Aggressionen
  • Bewusstlosigkeit
  • Lähmung des Atmungszentrums – Koma / Lebensgefahr

langfristig

  • Schrumpfung des Hirngewebes
  • Gewichtszunahme
  • Verdauungs- und Stoffwechselorgane, Leber, Bauchspeicheldrüse und Magen werden geschädigt
  • Herzprobleme
  • gereizte Schleimhäute
  • Gefährdung des Kindes bei einer schwangeren Frau

Entzugssymptome: 

  • Magenschmerzen
  • Herz-Kreislauf Störungen
  • Krampanfälle
  • Muskelschmerzen
  • Zittern
  • Schwitzen
  • Schlafstörungen
  • Depressive Stimmung
  • Verlangen nach Alkohol
  • Vernachlässigung anderer Bereiche
  • Verwirrtheit
  • Halluzinationen
  • Ängste

Abhängigkeit:

  • ständiger Alkoholkonsum
  • täglicher Gedanke
  • Lustlosigkeit
  • Probleme sollen durch Alkohol gelöst werden

Behandlungsmöglichkeiten:

Langzeittherapie:

  • 3-Monatige Therapie in der Klinik
  • Rückfallquote: 30-60 Prozent

Motivationstherapie:

  • Diskussionen in Gruppen-und Einzelgesprächen

Verhaltenstherapie:

  • Umgang mit dem Alkohol antrainieren

Nachweisbarkeit:

  • lässt sich bis zu mehrere Stunden nach dem Konsum im Blut, Atem, Schweiß, Speichel oder Urin nachweisen
  • bis zu zwei Stunden benötigt der Körper um den getrunkenen Alkohol komplett aufzunehmen
  • die Abbaugeschwindigkeit von Alkohol beträgt durchschnittlich 0,15 ‰ und mindestens 0,1 ‰ pro Stunde
  • bei einem mittleren Abbauwert von 0,15 ‰ pro Stunde benötigt der Körper dann ca. 6 bis 7 Stunden

Legalität:

  • ab dem 18. Lebensjahr legal
  • Bier, Sekt ab 16 Jahren legal
  • Verkauf an Personen unter 16 Jahren ist verboten
  • für Kraftfahrer gibt es verschiedene Grenzen
  • für Fahranfänger in der Probezeit und Menschen unter 21 Jahre gilt die Null-Promille Grenze
  • alle anderen dürfen bis 0,5 Promille am Straßenverkehr teilnehmen
  • wer alkoholisiert fährt verliert seinen Versicherungsschutz
  • Verstöße werden je nach Schwere mit Bußgeldern, Freiheitsstrafen, Punkten in Flensburg, dem Führerscheinentzug geahndet, außerdem muss eine Nachschulung absolviert werden
  • bei Fahranfängern verlängert sich die Probezeit um 2 Jahre

Verbreitung in der Bevölkerung:

  • mehr als 1,8 Millionen Menschen sind abhängig
  • 4,5 Millionen Deutsche sind alkoholabhängig oder betreiben Alkohol-Missbrauch = 5% der deutschen Bevölkerung – 21% weiblich, 71% männlich
  • 45000 Menschen sterben jährlich an den direkten oder indirekten Folgen von übermäßigem Alkoholkonsum

Erstkonsum:

  • Durchschnittsalter: 16 Jahre

Weitere Informationen:

http://www.netdoktor.de/krankheiten/alkoholsucht/alkoholismus-symptome/

http://www.t-online.de/ratgeber/gesundheit/krankheiten/id_70473404/alkohol-entzugserscheinungen-wie-verlaeuft-kalter-entzug-.html

https://www.kenn-dein-limit.de/alkohol/alkoholabhaengigkeit/

https://www.kinder.de/ratgeber/sucht-alkohol/alkohol-in-der-partnerschaft/artikel/therapiemoeglichkeiten-fuer-alkoholsuechtige.html

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/alkoholsucht-zahl-der-abhaengigen-steigt-auf-1-8-millionen-a-942721.html

http://www.novafeel.de/ernaehrung/alkohol.htm

http://www.kenn-dein-limit.info/alkohol-in-zahlen.html

Nikotin

Aussehen und Einnahme:

  • Tabakrauchen
  • Bestandteil einer Zigarette
  • Pflaster
  • Kaugummi
  • Lutschtabletten

Wirkung:

  • Steigerung der Dopamin-Produktion
  • Wohlgefühl
  • Beruhigung
  • Wachheit
  • Aufmerksamer

Nebenwirkungen:

sehr häufig:

  • Kopfschmerzen
  • Erkältung
  • Rötung
  • Juckreiz
  • Blasenbildung

häufig:

  • Schlafstörungen
  • Husten
  • Muskelschmerzen
  • Herzrasen
  • Erbrechen
  • Akne

gelegentlich:

  • Zittern
  • Atemstörungen
  • Herzrhythmusstörungen

selten:

  • Anstieg des Bluthochdrucks
  • Beschleunigung des Herzschlags

Symptome:

erste körperliche Symptome:

  • Leistungsschwäche
  • Kurzatmigkeit
  • Raucherhusten

Entzugssymptome:

  • Schlafstörungen
  • Aggressivität
  • Konzentrationsfähigkeit sinkt
  • Verlangsamter Puls
  • Reizbarkeit
  • Hungergefühl

Abhängigkeit:

  • starkes verlangen zu rauchen
  • Beschaffungszwang
  • körperliches Unwohlsein

Behandlungsmöglichkeiten:

Nikotinersatztherapie:

  • Nikotinkaugummi
  • Nikotinpflaster
  • Nikotinlutschtablette
  • Nikotinnasenspray

Akupunktur:

  • Nadeln werden in die Suchtpunkte an den Ohren und am Rücken gestochen
  • Dauernadeln bleiben Tagelang im Ohr

Hypnose:

  • negative Vorstellungen werden eingeredet
  • positive Gefühle mit Nicht-Rauchsituationen werden vermittelt

Nachweisbarkeit:

  • Halbwertszeit in 3 Stunden eliminiert
  • im Blut, Urin, Kopfhaaren

Legalität:

  • Zigaretten ab 18 Jahren
  • Rauchen in NRWs Gaststätten verboten

Verbreitung in der Bevölkerung:

  • 26% der Deutschen rauchen

Erstkonsum:

  • Durschnittalter: 14 Jahre

Weitere Informationen:

http://www.ellviva.de/Gesundheit/Nikotin-Nebenwirkungen.html

https://www.dkfz.de/de/rauchertelefon/Nikotin_Wirkung.html

http://www.onmeda.de/Wirkstoffe/Nikotin+%28zur+Aufnahme+%C3%BCber+die+Mundschleimhaut%29/nebenwirkungen-medikament-10.html

http://www.apotheken-umschau.de/Nikotinsucht/Nikotinabhaengigkeit-Nikotinsucht-Symptome–Folgen-52686_3.html

https://www.dkfz.de/de/rauchertelefon/Nikotinabhaengigkeit.html

https://www.lungenaerzte-im-netz.de/krankheiten/nikotinsucht/therapie/

http://www.drogen.net/rauchen.php

http://durchschnittliche.de/alter-mittelwerte/80-durchschnittliches-alter-rauchen

Cannabis

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/sucht/kiffer-zeigen-entzugserscheinungen-forscher-warnen-cannabis-macht-genauso-suechtig-wie-alkohol_id_4143510.html

https://hanfverband.de/inhalte/cannabis-wirkung-nebenwirkungen-und-risiken#nr_1

Bezeichnungen:

  • Gras
  • Ott
  • Weed
  • Ganja
  • Kush
  • Haschisch
  • Hanf
  • Marihuana

Aussehen und Einnahme:

Marihuana:

  • grün
  • trocken
  • Eigengeruch
  • Joint, Pfeife, Bong rauchen
  • gestreckt mit Tabak
  • pur
  • Cookies, Ice-Tea

Haschisch:

  • Platten/Klumpen gepresst
  • grün-bräunlich, klebrige, bröckelige, feste Masse
  • typischen Geruch
  • Joint, Pfeife, Bong rauchen
  • gestreckt mit Tabak
  • „Haschisch“-Kekse

Wirkung:

  • beruhigend
  • stimulierend
  • halluzinogen
  • schmerzlindernd
  • angstlindernd
  • Augeninnendruck sinkt

Nebenwirkungen:

Akut:

  • Herzfrequenzsteigerung
  • Mundtrockenheit
  • Ausbildung von Angstzuständen
  • Blutdruckabfall beim Aufstehen
  • Hoher Blutdruck beim Stehen

Chronisch:

  • Depressionen
  • Angst
  • Gleichgültigkeit
  • gesellschaftliche Isolation
  • leichte Beeinträchtigung des Gedächtnisses, Aufmerksamkeit

Entzugssymptome:

  • Nervosität
  • Aggressivität
  • Depressionen
  • Angst
  • Muskelzittern
  • Schwitzen
  • Magenprobleme
  • Kopfschmerzen

Abhängigkeit:

  • Schwierigkeiten den Konsum zu reduzieren
  • Entzugserscheinungen erscheinen
  • ausschließlich Drogen konsumierende Freunde
  • labile psychische Gesundheit

Behandlungsmöglichkeiten:

  • keine Möglichkeiten gefunden

Nachweisbarkeit:

  • Nachweisbarkeit im Urin:

Abbauprodukt THC-COOH:

2 – 4 Tage (einmaliger Konsum)

5 – 20 Tage (gelegentlicher Konsum)

8 – 12 Wochen (regelmäßiger Konsum)

  • Nachweisbarkeit im Blut:

aktives THC:

12 bis zu 72 Stunden (je nach Konsumhäufigkeit und -menge)

Abbauprodukt THC-COOH:

2-3 Tage (einmaliger Konsum)

3-7 Tage (gelegentlicher Konsum)

bis zu 4 Wochen (regelmäßiger Konsum)

Legalität:

  • Cannabis kann seit März 2017 von Ärzten verschrieben werden
  • Eigenanbau für schwerkranke in engen Grenzen erlaubt
  • Anbau, Herstellung, Handel, Ausfuhr, Einfuhr, Erwerb, Besitz und Abgabe von Cannabis ist in Deutschland verboten
  • wird mit Geldstrafe und/ oder Freiheitsstrafe geahndet
  • Konsum ist nicht verboten

Verbreitung in der Bevölkerung:

  • laut Umfragen hat jeder Vierte im Alter zwischen 18 und 64 Jahren schon mal Erfahrungen mit Cannabis gemacht

Weitere Informationen:

http://www.onmeda.de/drogen/hanf_cannabis_haschisch-cannabis-1863-2.html

https://www.lecithol.de/nebenwirkungen/

http://www.drugcom.de/haeufig-gestellte-fragen/fragen-zu-cannabis/gibt-es-entzugserscheinungen-bei-cannabiskonsum/

http://www.netdoktor.de/diagnostik/drogentest/thc-nachweisbarkeit/

https://anwaltauskunft.de/magazin/gesellschaft/strafrecht-polizei/177/cannabis-was-erlaubt-ist

http://www.wetter.com/news/illegale-drogen-cannabis-am-weitesten-verbreitet_aid_18214.html

Heroin

http://www.onmeda.de/drogen/heroin-heroinabhaengigkeit-%28heroinsucht%29-1859-6.html

Bezeichnungen:

  • Heroin, Braunes, Brown Sugar, Dope, Gift, H, Mat, Material, Matti, Schnee, Schore, Shore, Speedball, Stoff

Aussehen und Einnahme:

  • halbsynthetisch
  • weißes, leicht gelbliches, sandfarbenes oder bräunliches Pulver
  • Konsumformen: Spritzen, Rauchen, Schniefen

Wirkung:

  • euphorisierende Wirkung
  • ausgleichende, beruhigende und angstlösende Wirkung
  • Gefühl von Geborgenheit und tiefer Selbstzufriedenheit
  • Sorgen treten in der Wahrnehmung zurück
  • Hochgefühle
  • Schmerzen werden gelindert

Nebenwirkungen und Folgen:

kurzfristig:

  • Schlafstörungen
  • Erbrechen
  • Schwindel
  • Kreislaufversagen
  • Schweißausbrüche
  • Köpertemperatur steigt
  • Herzfrequenz steigt
  • Unruhe und Angst

langfristig:

  • Abnahme der Libido
  • Organschädigungen
  • Entzündung der Venen (Spritzen)
  • Übertragung von Infektionskrankheiten (AIDS / HIV, Hepatitis C)
  • Schädigung der Lunge (Rauchen)
  • Reizung der Schleimhäute (Schniefen)
  • Organschäden
  • körperlicher Verfall
  • Vernachlässigung der Hygiene
  • Zerfall der Persönlichkeit, sozialer Abstieg
  • Beschaffungskriminalität und Prostitution

Überdosierung:

  • bläuliche Haut
  • Kreislaufversagen
  • verengte Pupillen
  • Bewusstseinstrübung / Bewusstlosigkeit
  • Lebensgefahr

Entzugssymptome:

Psychische Entzugserscheinungen:

  • Angst und Panikattacken
  • Depressionen
  • Ein-und Durchlschlafstörungen

Körperliche Entzugserscheinungen:

  • Nase läuft
  • Tränen fließen
  • Haut wird hypersensibel
  • Krampfähnliche Erscheinungen
  • Gliederschmerzen
  • Durchfall
  • Erbrechen

Abhängigkeit:

  • Entwicklung einer psychischen und körperlichen Abhängigkeit ist leicht möglich
  • Wirkintensität nimmt kontinuierlich ab – die Dosis muss erhöht werden, um die gleiche Wirkung zu erzielen
  • Entzugserscheinungen treten auf
  • Verlangen nach Heroin wird als Zwang erlebt, Kontrolle über das eigene Konsumverhalten geht schnell verloren

Nachweisbarkeit:

  • Nachweisbarkeit im Urin: 3 – 4 Tage

5 – 7 Tage (bei hohen Dosen+ täglichem Konsum)

  • Nachweisbarkeit im Blut: bis zu 12 Stunden

(Abbauprodukte bis 24h)

Legalität:

  • Verkehrs-und Verschreibungsunfähig
  • Unterliegt dem deutschen Betäubungsmittelgesetz
  • Besitz, Handel, Anbau, Einfuhr, Ausfuhr, Erwerb, Abgabe sind illegal
  • wird mit Geldstrafe und / oder Freiheitsentzug bis zu fünf Jahren geahndet

Verbreitung in der Bevölkerung:

  • geschätzt gibt es deutschlandweit 100-150 Tausend abhängige Menschen

Behandlungsmöglichkeiten:

Substitionstherapie:

  • Ersatzdrogen werden verabreicht
  • Ähnliche Wirkungen, Nebenwirkungen geringer
  • Über mehrere Jahre möglich

Selbsttherapie:

  • Leicht verdauliche Kost (Melonen, gedünstetes Gemüse, Obst) zu sich nehmen
  • Geringe Mengen an Eiweiß
  • Tierische Fette vermeiden
  • Kein Alkohol und Koffein

Entspannungsmöglichkeiten:

  • Massagen
  • Muskelentspannung
  • Yoga

Beschaffungsmöglichkeiten

  • Ärzte können Diamorphin verschreiben

Weitere Informationen:

http://www.onmeda.de/drogen/heroin-heroinabhaengigkeit-%28heroinsucht%29-1859-6.html

http://www.onmeda.de/drogen/heroin-heroinvergiftung—heroinueberdosis-1859-8.html

http://www.detektei-bas.de/index.php?id=318

http://www.curado.de/heroinabhaengigkeit-20628/

http://www.drogen-info-berlin.de/htm/heroin_freigabe.html

http://www.paradisi.de/Health_und_Ernaehrung/Symptome/Entzugserscheinungen/

https://www.strafverteidiger-schueller.de/schwerpunkte/drogen-von-a-z/heroin-btmg-strafe-gramm-geringe-menge/

LSD

Bezeichnungen:

  • LSD, Acid, Cubes, Deep Purple, Löschpapier, Mikros, Micros, Papers, Plättchen, Pappen, Speedball, Trip

Aussehen und Einnahme:

  • chemisch
  • kleine, mit Motiven bedruckte „Pappen“ (Blotter)
  • kleine Pillen („Mikrotabletten“, „Mikros“)
  • Kapseln
  • orale Einnahme

Wirkung:

  • intensives Erleben
  • verändertes Zeitempfinden
  • euphorische Grundstimmung
  • hohes Selbstwertgefühl

Nebenwirkungen:

kurzfristig

  • Bluthochdruck
  • Kreislaufprobleme
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Zuckungen und Krämpfe
  • starkes Schwitzen
  • erweiterte Pupillen
  • Sehprobleme, verzerrte Bilder
  • Sinnestäuschungen
  • weniger Kontrolle über eigene Handlungen
  • Angstgefühle und Panik
  • Eingriff in Zeitgefühl

langfristig

  • Abwendung von der realen Welt
  • starke Psychosen
  • innere Unruhe
  • Angst

(psychische) Entzugssymptome:

  • innere Unruhe
  • Getriebenheit
  • ängstliche Erregung

Abhängigkeit:

  • eine körperliche Abhängigkeit ist ausgeschlossen
  • Toleranzbildung steigt schnell, somit hohes Risiko zur Überdosierung
  • psychische Abhängigkeit ist möglich

Nachweisbarkeit:

  • im Blut etwa 12 Stunden und im Urin bis zu 3 Tagen nachweisbar

Legalität:

  • früher in der Psychiatrie und Psychotherapie zum Einsatz gekommen
  • unterliegt dem deutschen Betäubungsmittelgesetz
  • Herstellung, Handel, Erwerb und Besitz sind illegal
  • wird mit Geldstrafe und/oder Freiheitsentzug geahndet

Verbreitung:

  • niedriger LSD Konsum in Europa
  • 0,4 – 2% der Erwachsenen haben bereits LSD konsumiert

Weitere Informationen:

http://www.onmeda.de/drogen/lsd-einnahme-und-anwendung-16698-3.html

http://www.drug-infopool.de/rauschmittel/lsd.html

https://vistano.com/gesundheit/wiki/entzugssymptome-lsd/

http://www.pille-palle.net/substanzen/lsd-2/

https://de.wikipedia.org/wiki/LSD#

http://de.drugfreeworld.org/drugfacts/lsd/international-statistics.html

Crystal-Meth

Bezeichnungen:

  • Methamphetamin
  • Glass
  • Hard Pep
  • Crystal

Aussehen und Einnahme:

  • chemisch
  • milchig-weiße Kristalle
  • pulverig, Glassplittern
  • rosa oder blau
  • rauchen
  • spritzen
  • schniefen
  • oral

Wirkung:

  • steigert das Selbstbewusstsein
  • macht euphorisch
  • Ängste verschwinden
  • Unterdrückung von Hunger, Schmerzen, Müdigkeit
  • leistungssteigend

Nebenwirkungen:

  • Haarausfall
  • Zahnausfall
  • Hautentzündungen
  • Schwächung des Immunsystems
  • Aggressivität
  • Herzrhythmusstörungen
  • Paranoia
  • Erhöhte Körpertemperatur

Entzugssymptome:

  • Erregtheit
  • Depressionen
  • Paranoia
  • Angst
  • Schlaflosigkeit
  • Panikattacke

Abhängigkeit:

  • Körper gewöhnt sich an die Droge
  • Dosis wird höher

Behandlungsmöglichkeiten:

Entzugsbehandlung:

  • Körperliche Entgiftung dauert 7-21 Tage
  • Motivationsaufbau für eine Entwöhnungsbehandlung

Entwöhnungsbehandlung:

  • Medizinische Rehabilitation

Nachweisbarkeit:

  • Wirkungsdauer: 4-12 Stunden
  • Nachweisbarkeit im Blut: einige Stunden
  • Nachweisbarkeit im Urin: 1-2 Tage bis zu einer Woche bei Dauerkonsum

Legalität:

  • unterliegt dem deutschen Betäubungsmittelgesetz
  • Besitz, Handel, Herstellung, Einfuhr, Ausfuhr, Erwerb, Abgabe sind illegal
  • wird mit Geldstrafe und / oder Freiheitsentzug bis fünf Jahren geahndet

Verbreitung in der Bevölkerung:

  • in Bayern und Sachsen ist Crystal-Meth am weitesten verbreitet

Weitere Informationen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Methamphetamin

http://de.drugfreeworld.org/drugfacts/crystalmeth.html

https://www.berlin.de/special/gesundheit-und-beauty/gesundheit/psychologie/3067977-2260865-crystal-meth-wirkung-und-risiken-der-par.html

http://referat-crystalmeth.blogspot.de/p/nebenwirkungen.html

http://www.ihresymptome.de/Krankheiten/Ecstasy-Entzug/symptome.htm

http://www.crystal.sachsen.de/27672.html

http://www.drogen-info-berlin.de/htm/Crystal.html

http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/sucht/groesste-verbreitung-in-bayern-und-sachsen-crystal-meth-welle-aus-tschechiens-drogenkuechen_id_4339311.html

Ecstasy

Bezeichnung:

  • Ecstasy, MDMA, Adam, Cadillac, E, Essence, Eve, Love, Pille, XTC
  • oft werden die Pillen auch nach dem aufgedruckten Motiv benannt, z.B. Smiley

Aussehen und Einnahme:

  • chemisch
  • Pillen
  • Kapseln

Wirkung:

  • Glücks- und Liebesgefühle
  • Entspannung
  • Gefühl der Nähe zu anderen Menschen
  • stimulierende Effekte
  • gesteigertes Körperempfinden
  • optischen Wahrnehmungsveränderungen
  • Schmerzempfinden sinkt
  • aufputschend

Nebenwirkungen:

kurzfristig

  • Schwindelgefühle
  • Übelkeit
  • Schweißausbrüche
  • erweiterte Pupillen
  • Herzrasen
  • Körpertemperatur steigt
  • massive Angstzustände – Horror-Trip
  • Koordinationsstörungen
  • Depressionen
  • Ruhelosigkeit

langfristig

  • Ecstasy-Akne ist ein Hinweis auf drohende Leberschäden
  • Leberentzündungen (Hepatitis), bleibende Leberschäden
  • bleibende Nierenschäden und Nierenversagen, kann zum Tod führen
  • Gelbsucht
  • fortschreitende Schädigung des Immunsystems
  • zu niedriger Blutdruck
  • unregelmäßiger Herzschlag
  • Herzschäden
  • Magenprobleme
  • Kreislaufschwierigkeiten
  • veränderte Durchblutungsmuster im Gehirn
  • Kopfschmerzen
  • Gedächtnisprobleme
  • Intelligenz-Einbußen
  • Sprachstörungen
  • chronische Schlafstörungen
  • Panikattacken
  • Verfolgungswahn
  • Verhaltensauffälligkeiten
  • Persönlichkeitsstörungen, schwere Depressionen, Selbstmordgefahr
  • Gefühlskälte
  • schwere soziale Probleme (am Arbeitsplatz, in der Schule, in der Partnerschaft, etc.)

Entzugssymptome:

  • Panikattacken
  • schwere Depressionen und Psychosen
  • Angst
  • Paranoia
  • Schlaflosigkeit

Anhängigkeit

  • psychische Abhängigkeit
  • einmaliger Konsum kann abhängig machen
  • Entzugssymptome treten auf
  • körpereigene Produktion des Glückshormons Serotonin sinkt, Glücksgefühle können mit der Zeit ohne die Droge kaum noch empfunden werden, daher wird zu größeren Mengen gegriffen

Behandlungsmöglichkeiten:

  • Entzug
  • beruhigende Gespräche („talk down“)
  • medikamentöse Behandlung
  • stationärer Aufenthalt

Nachweisbarkeit:

  • Wirkung setzt nach 20 bis 60 Minuten ein, hält zwei bis fünf Stunden an
  • Nachweisbarkeit im Urin: ein bis viert Tage
  • Nachweisbarkeit im Blut: bis zu 24 Stunden
  • Nachweisbarkeit im Haar: bis zu 90 Tage

Legalität:

  • Unterliegt dem deutschen Betäubungsmittelgesetz
  • Besitz, Handel, Einfuhr, Ausfuhr, Erwerb, Abgabe sind illegal
  • Wird mit Geldstrafe und/ oder Freiheitsentzug bis zu 5 Jahren geahndet

Verbreitung in der Bevölkerung:

  • jeder 25. Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 12 und 25 Jahren hat in Deutschland schon mal Ecstasy konsumiert

Weitere Informationen:

http://www.ecstasy-info.de/pages/ecstasy-langzeitfolgen.html

http://www.drugcom.de/drogenlexikon/buchstabe-e/ecstasy/

https://www.welt.de/print-welt/article653320/Schon-eine-Ecstasy-Pille-kann-abhaengig-machen.html

https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/sucht/ecstasy/konsum-therapie

https://www.strafverteidiger-schueller.de/schwerpunkte/drogen-von-a-z/ecstasy-mdma-xtc-btmg-strafe-nicht-geringe-menge/

http://www.sucht.de/verbreitung.html

Kokain

Bezeichnungen:

  • Kokain, Koks, Crack, Coke, Coca, Line, Base, C, Cocktail, Baseball, Discoschnee, Persil, Pulver, Schnee, Stardust, Sternenstaub, Weißes Gold

Aussehen und Einnahme:

  • chemisch
  • Pulver
  • grobkörnige Kristalle (Crack)
  • nasale, orale oder intravenöse Einnahme

Wirkung:

  • kurzzeitige, intensive Hochgefühle
  • euphorisierende Wirkung
  • verminderte Angst
  • erhöhte Kontaktfähigkeit
  • Erhöhung des Selbstwertgefühls

Nebenwirkungen:

kurzfristig

  • erhöhte Körpertemperatur
  • Beschleunigte Atmung
  • Erweiterte Pupillen
  • Schlafstörungen
  • Bluthochdruck
  • Muskelkrämpfe und Zuckungen
  • Appetitlosigkeit
  • Bizarres, unberechenbares und manchmal gewalttätiges Verhalten
  • halluzinatorische Empfindungen
  • Panikanfälle und psychotisches Verhalten
  • Angst und Verfolgungswahn
  • erhöhte Suizidgefahr
  • intensives Verlangen nach mehr Kokain

langfristig

  • irreversible Schäden an Herz- und Gehirnblutgefäßen
  • hoher Blutdruck, der zu Herzinfarkten, Schlaganfällen und zum Tod führen kann
  • Leber-, Nieren- und Lungenschäden
  • Zerstörung der Nasenschleimhäute, wenn es geschnupft wird
  • Atembeschwerden, wenn es geraucht wird
  • Infektionskrankheiten und Abszesse, wenn es gespritzt wird
  • Unterernährung, Gewichtsverlust
  • starker Zahnverfall
  • halluzinatorische Wahrnehmungen und Empfindungen
  • Schäden an den Fortpflanzungsorganen und Unfruchtbarkeit
  • Orientierungslosigkeit, Apathie, verwirrte Erschöpfung
  • ständige Gereiztheit und Stimmungsschwankungen
  • zunehmend riskantes Verhalten
  • Psychosen und schwere Depressionen
  • Gewöhnung und Abhängigkeit (auch nach nur einmaligem Gebrauch)

Entzugssymptome:

  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Atemnot
  • mangelnde Energie
  • starkes Schlafbedürfnis
  • schwere Depressionen
  1. Phase: Craving – starkes Substanzverlangen
  2. Phase: extreme bis depressive Verstimmungen, Reizbarkeit, Erschöpfungszustände
  3. Phase: die Entzugssymptome gehen langsam zurück, diese Phase kann bis zu 10 Wochen andauern
  • die Phasen 1 und 2 treten bereits kurz nach dem letzten Konsum ein

Vergiftungssymptome:

  • gestörtes Bewusstsein
  • Bewusstlosigkeit
  • Zittern
  • erweiterte Pupillen
  • Übelkeit
  • Kopfschmerzen
  • Halluzinationen
  • krampfartige Bewegungen
  • Körpertemperatur und Herzfrequenz steigt
  • Verwirrung

Kokainschock:

  • extreme Blässe
  • Atemnot
  • kalter Schweiß

Abhängigkeit:

  • hohes Suchtpotenzial
  • massive psychische Abhängigkeit
  • Konsument wird von der Droge „verführt“, zahlt mit dem Verlangen diese vermeintlichen Hochgefühle auf ewig halten zu können

Behandlungsmöglichkeiten:

  • Substitutionsbehandlung, Entzug
  • Kokain Entgiftung
  • meist keine körperlichen Symptome, da eine psychische Abhängigkeit besteht

Nachweisbarkeit:

  • nur einige Stunden nach dem Konsum im Urin nachweisbar
  • im Blut sechs bis 24 Stunden nachweisbar
  • je nach Länge bis zu mehreren Monaten im Haar nachweisbar

Legalität:

  • Unterliegt dem deutschen Betäubungsmittelgesetz
  • Besitz, Handel, Herstellung, Einfuhr, Ausfuhr, Abgabe sind illegal
  • wird mit Geldstrafe und / oder Freiheitsentzug bis zu fünf Jahren geahndet

Verbreitung in der Bevölkerung

  • Bundesregierung geht davon aus, dass 0,8% der 18-59-Jährigen einmal im Jahr die Droge konsumieren

Weitere Informationen:

http://coca.at/kokainentzug/

http://www.onmeda.de/drogen/kokain-risiken-1858-6.html

http://v-klinik.de/Kokainentzug.htm

https://www.erfolgreicher-kokainentzug.de/?utm_source=adwords&utm_medium=suchnetzwerk&utm_campaign=lp-kokain-abhaengigkeit&gclid=CPz-jOz1rdQCFQ4R0wodI5YLQA

https://www.bussgeldkatalog.org/kokain/#kokain_und_seine_nachweisbarkeit

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/flusswasser-studie-deutsche-koksen-ungeahnte-mengen-a-383687.html

Speed

Bezeichnungen:

  • Amphetamin
  • Phenylisopropylamin
  • Speed
  • Pepp
  • Amphe / Ampfe

Aussehen und Einnahme:

  • chemisch
  • weißes Pulver
  • nasale Einnahme
  • in Papier eingerollt schlucken

Wirkung:

  • stimuliert das Zentrale Nervensystemen
  • wirkt aufputschend
  • leistungssteigernd
  • macht wach
  • unterdrückt das Hungergefühl
  • bewirkt die Ausschüttung der Botenstoffe Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin im Gehirn

Nebenwirkungen:

kurzfristig:

  • Halluzinationen
  • Kaltschweiß
  • Dehydration
  • Herzrasen
  • Zittern
  • Kreislaufkollaps
  • Weitung der Pupillen

langfristig:

  • Abhängigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Infektionsanfälligkeit
  • Potenzstörungen und Libidoverlust
  • Nierenschäden
  • Psychosen
  • Gehirnschäden
  • Tod

Entzugssymptome:

  • erhöhtes Schlafbedürfnis
  • Krämpfe
  • Kopfschmerzen
  • kraft- und motivationslos
  • depressive Verstimmungen

Abhängigkeit:

  • häufige und langfristige Anwendung
  • Steigerung der Einnahmemengen
  • Entzugssymptome treten auf

Behandlungsmöglichkeiten:

  • Stationäre Behandlung: Aufenthalt in Klinik oder Krankenhaus
  • Therapie: Einzel-, Familien- und Gruppentherapiesitzungen
  • Medikamente: lindern die Entzugserscheinungen

Nachweisbarkeit:

  • akute Wirkungsdauer: 2 – 5 Stunden
  • Nachweisbarkeit im Blut: 6 Stunden
  • Nachweisbarkeit im Urin: 1-4 Tage (ph-abhängig)

Legalität:

  • unter ärztlicher Aufsicht legal
  • unterliegt dem deutschen Betäubungsmittelgesetz
  • Herstellung, Handel, Erwerb und Besitz sind illegal
  • wird mit Geldstrafe und/oder Freiheitsentzug geahndet

Beschaffungsmöglichkeiten:

  • Ärzte können Amphetamine zur Behandlung von ADHS und Narkolepsie verschreiben

Verbreitung in der Bevölkerung:

  • 2014 haben in Europa rund 3 Millionen Menschen Amphetamine konsumiert
  • in Asien hingegen 35 Millionen Menschen

Weitere Informationen:

http://www.thema-drogen.net/drogen/synthetische-drogen/speed/speed-einnahme/

http://de.healthline.com/health/amphetamin-abhangigkeit#Treatment6

http://www.drogen-info-berlin.de/htm/speed.htm

Spielsucht

Arten:

  • Lotto
  • Keno
  • Roulette
  • Black Jack
  • Poker
  • Rubbelloterien
  • Klassenlotterien
  • Glücksspielautomaten
  • Geldspielautomaten
  • Sportwetten
  • Glücksspiele im Internet
  • Illegale Glücksspiele

Abhängigkeit:

  • Vernachlässigung seines Umfeldes
  • häufiges Leihen von Geld
  • Stimmungsschwankungen
  • Belügen seines Umfeldes
  • Verlust der Kontrolle
  • Geld auf illegalem Weg anschaffen

Entzugserscheinungen:

  • Nervosität
  • Dringendes Verlangen nach dem Zocken
  • Schlechte Laune

Behandlungsmöglichkeiten:

Ambulante Therapie:

  • Vor der Therapie erfolgt ein Erstgespräch
  • Danach erfolgt eine Motivationsphase (3 Monate)
  • 9 bis 12-monatige Rehabilitation
  • Vorbereitung auf die Zeit nach der Therapie

Stationäre Therapie:

  • Verhaltensanalyse (Spielverhalten/ Hintergrundproblematik)
  • Definition der Therapieziele und die Erarbeitung eines Erklärungsmodells
  • Bearbeitung der Hintergrundprobleme
  • Aufbau der Selbstkontrolle

Möglichkeiten, sich an Glücksspielen zu beteiligen

  • ab 18 / 21 Jahren legal in staatlichen und gemeinnützigen Gebäuden

Legalität:

  • Glücksspiele und Lotterien können nur staatliche und gemeinnützige Organisationen betreiben
  • Glücksspiele sind ab 18/ 21 Jahren in beaufsichtigten Räumen erlaubt
  • Unter 18/21 Jahren verboten
  • Glücksspiele ohne behördlicher Erlaubnis werden mit einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und / oder Geldstrafe geahndet
  • Werben für ein öffentliches Glücksspiel wird mit einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und / oder Geldstrafe geahndet

Verbreitung in der Bevölkerung:

  • 78% der 16 bis 65-Jährigen waren schon an einem Glücksspiel beteiligt
  • 81% der Männer zwischen 16 und 65 Jahren waren schon mal beteiligt
  • bei den Frauen hingegen waren es nur 75%

Weitere Informationen:

http://www.gluecksspielsucht-saar.de/de/gluecksspiele/arten_von_gluecksspielen

https://www.anwalt.de/rechtstipps/gluecks-und-gewinnspiele-die-rechtslage-in-deutschland_002691.html

https://www.automatisch-verloren.de/de/data

https://www.spielsucht-therapie.de/therapieformen-und-behandlungsmoeglichkeiten/

https://www.spielsucht-therapie.de/wie-erkennt-man-spielsucht/

https://lavario.de/entzugserscheinungen-spielsucht-man-kann-sie-relativ-einfach-vermeiden

https://dejure.org/gesetze/StGB/284.html

Mediensucht

Formen:

  • Onlinesucht / Internetsucht
  • Handysucht / Telefoniersucht
  • Computersucht
  • Fernsehsucht

1. Onlinesucht / Internetsucht

Merkmale:

Betroffene Personen verbringen viele Stunden damit,

  • zu chatten
  • einzukaufen
  • zu spielen (Online-Spiele wie z.B. World of Warcraft)
  • exzessiv pornographische Angebote zu konsumieren
  • Informationen zu suchen, zu sammeln und zu horten

2. Handysucht / Telefoniersucht

Merkmale:

  • maßloses Telefonieren über mehrere Stunden
  • starke Unruhe, wenn das Handy nicht verfügbar ist
  • ständiges Überprüfen, ob ein Anruf oder eine SMS eingegangen ist
  • Kommunikation ohne Handy wird zunehmend vermieden
  • sehr wichtige persönliche Mitteilungen werden lieber per SMS oder WhatsApp gemacht
  • laufende Gespräche werden spontan bei Anrufen unterbrochen

 3. Computersucht

Merkmale:

  • Gaming wird zur Ganztagsbeschäftigung
  • virtuelle- und reale Welt können nicht mehr unterschieden werden
  • Verlust vom Partner, Beruf und von Freunden
  • aggressives und gereiztes Verhalten durch Gewaltspiele wie Counter-Strike
  • Übergewicht durch mangelnde Bewegung und schlechte Ernährung
  • jede freie Minute wird am Computersuch verbracht
  • Probleme werden durch spielen verdrängt

4. Fernsehsucht

Merkmale:

  • Freizeit besteht aus Fernsehen
  • Weniger Aufmerksamkeit
  • Gereiztes Verhalten
  • Vernachlässigung von Freunden, Familie und sonstigen Aktivitäten
  • Passivität, reduzierte Wachheit, Konzentrationsprobleme

Allgemeine Anzeichen:

  • Vernachlässigung von privaten und gesellschaftlichen Verantwortungen
  • Einschränkungen des Tagesablaufs
  • negative Konsequenzen für private Beziehungen
  • problematische Leistungsabfälle in der Schule oder im Beruf
  • körperliche Einschränkungen wie Haltungsschäden aufgrund von Bewegungsmangel, Schwächung des Immunsystems wegen Schlafentzugs und Übergewicht wegen Fehlernährung
  • ein ausgeprägtes Bedürfnis nach sozialer Interaktion
  • eine starke soziale Isolation sowie
  • Persönlichkeitsmerkmale wie Schüchternheit, Neurotizismus, Stressanfälligkeit, ein geringes Selbstwertgefühl
  • Hang zur Prokrastination – Aufschieben von anstehenden Aufgaben
  • Internetkonsum als Bewältigungsstrategie für persönliche Probleme

Behandlungsmöglichkeiten:

  • Bewusstseins- und erlebnisorientierte Körpertherapie – vernachlässigtes Körperempfinden / Körperbild verbessern, Selbstbewusstsein stärken
  • Regelmäßige Bewegung und Sport – Verbesserung von Muskelkraft, Kreislauf, Wohlbefinden, kognitive Leistungsfähigkeit und Entspannung
  • Ernährungsumstellung – Mangelerscheinungen beheben, Körper von angesammelten Schlacken reinigen
  • Klinische Hypnotherapie – Förderung von Entspannungs- und Konzentrationsfähigkeit
  • Systemisch-lösungsorientierte Therapie – soziale Konflikte in Beruf, Familie und Partnerschaft klären und soziale Unterstützung im Umfeld besser erkennen und nutzen zu können
  • Traumatherapie – falls das süchtige Verhalten und Erleben eine Art Bewältigungsstrategie für eine Traumatisierung darstellt

Studien:

  • motorische Hyperaktivität, Konzentrations- und Sprachentwicklungsstörungen sowie Unruhe zeigten Kleinkinder zwischen zwei und fünf Jahren sowie Kinder und Jugendliche zwischen acht und dreizehn Jahren bei häufiger Nutzung digitaler Medien
  • Zusammenhang zwischen einer intensiven Mediennutzung und Entwicklungsstörungen von Kindern
  • Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 12 und 25 Jahren sind durchschnittlich 22 Stunden pro Woche online um zu kommunizieren, spielen oder zur Unterhaltung
  • normale Smartphone-Nutzer gucken circa 220 mal am Tag auf ihr Handy

Verbreitung in der Bevölkerung:

  • circa 560.000 Personen in Deutschland waren im Jahr 2015 internetabhängig
  • 90% der Computerspielsüchtigen sind männlich
  • jeder 12. Junge ist nach Computerspielen süchtig

Weitere Informationen:

https://www.schau-hin.info/

https://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article112274531/Wie-der-Teufelskreis-der-Computersucht-beginnt.html

http://www.spektrum.de/magazin/wenn-fernsehen-zur-droge-wird/828684

http://www.medien-sucht.de/

Magersucht

Bezeichnung:

  • Magersucht
  • Anorexie
  • Anorexia nervosa

Symptome und Erscheinungsformen:

  • strenge Kontrolle über Nahrungszufuhr – kalorienarme Nahrung, einseitige Lebensmittelauswahl, breiige Lebensmittel, ungesunde Lebensmittel wieder ausspucken
  • betroffene Personen haben das Gefühl zu dick zu sein
  • Körper erscheint als Feind
  • starker Gewichtsverlust bis zum Untergewicht
  • Angst vor Gewichtszunahme
  • Drang zum perfekt-sein
  • bewusste Nahrungsverweigerung
  • übertriebene sportliche Aktivität
  • absurde Methoden zur Kalorienverbrennung – sich Kälte aussetzen
  • Einnahme von Appetitzüglern, Abführmitteln oder andere Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel
  • depressive Verstimmungen
  • geringes Selbstwertgefühl
  • Rückzug von Familie und Freunden
  • kein Eingeständnis zur Krankheit

Verbreitung in der Bevölkerung:

  • am häufigsten sind junge Frauen im Alter von 14 bis 24 Jahren betroffen
  • 2015 wurden deutschlandweit über 8000 Fälle diagnostiziert
  • hohe Dunkelziffer

Behandlungsmöglichkeiten:

  • Zusammenarbeit verschiedenster Spezialisten: Mediziner, Therapeuten, Psychologen, Ernährungsberater oder Diätassistenten, Sozialarbeitern bzw. -pädagogen und Fachpflegekräften
  • stationäre und ambulante Behandlungen
  • bei bedrohlicher Ausmaße, z.B. Depressionen, ist ein Klinikaufenthalt notwendig
  • Behandlungen können gegen den Willen des Betroffenen erfolgen

Weitere Informationen:

http://www.bzga-essstoerungen.de/informationen/essstoerungen-im-ueberblick/magersucht/

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/a-489889.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Pro-Ana

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/28909/umfrage/in-krankenhaeusern-diagnostizierte-faelle-von-anorexie-und-bulimie/

http://www.apotheken-umschau.de/Magersucht/Magersucht-Therapie-18890_6.html

Bulimie

Bezeichnung:

  • Bulimie
  • Bulimia nervosa
  • Ess-Brech-Sucht

Symptome und Erscheinungsformen:

  • oft geht der Bulimie eine Magersucht voraus
  • häufige Essattacken
  • Aufnahme von großen Nahrungsmengen in kurzer Zeit
  • Erbrechen wird durch die betroffene Person ausgelöst
  • krankhafte Angst vor Gewichtszunahme
  • gestörtes Hunger- und Sättigungsgefühl
  • Körper wird als Feind gesehen
  • geringes Selbstwertgefühl
  • meistens wird eine Art Doppelleben geführt:
  • in der Öffentlichkeit ist die Nahrungszufuhr kontrolliert, wobei kalorienarme Produkte bevorzugt werden
  • Außenstehende bemerken keine Probleme, da Betroffene eine Art Fassade bilden
  • es wird zwischen erlaubten und verbotenen Lebensmitteln unterschiedene
  • die Essattacken erfolgen heimlich, wobei hauptsächlich kalorienreiche Lebensmittel zugeführt werden
  • aus Ekel, Scham oder Hass auf sich selbst wird die Nahrung wieder erbrochen, sodass die Attacke „rückgängig“ gemacht wird
  • man unterscheidet zwischen zwei verschiedenen Typen:
  1. „Purging-Typ“: Erbrechen wird selbst herbeigeführt oder Abführmittel, Entwässerungsmittel, Appetitzügler oder andere Medikamente werden eingenommen, um das Gewicht zu kontrollieren
  2. „Non-Purging-Typ“: Gewicht wird durch extremen Sport oder Hungern gehalten
  • je länger die Krankheit andauert, desto mehr Kraft verlieren sie
    • depressive Verstimmungen
    • Rückzug von Familie und Freunden

Verbreitung in der Bevölkerung:

  • meistens tritt die Krankheit gegen Ende des Jugendalters auf, also zwischen 18 und 20
  • 2015 wurden über 2000 Fälle diagnostiziert
  • hohe Dunkelziffer

Behandlungsmöglichkeiten:

  • Zusammenarbeit verschiedenster Spezialisten: Mediziner, Therapeuten, Psychologen, Ernährungsberater oder Diätassistenten, Sozialarbeitern bzw. -pädagogen und Fachpflegekräften
  • stationäre und ambulante Behandlungen
  • bei bedrohlicher Ausmaße, z.B. Depressionen, ist ein Klinikaufenthalt notwendig
  • Behandlungen können gegen den Willen des Betroffenen erfolgen

Weitere Informationen:

http://www.bzga-essstoerungen.de/informationen/essstoerungen-im-ueberblick/bulimie/

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/28909/umfrage/in-krankenhaeusern-diagnostizierte-faelle-von-anorexie-und-bulimie/

Binge-Eating-Störung

Bezeichnung:

  • Binge-Eating-Störung – BES
  • Binge-Eating-Disorder – BED

Symptome und Erscheinungsbild:

  • übermäßige Nahrungszufuhr / Essattacke – keine Kontrolle mehr
  • nach der Attacke weder erbrochen noch wird zu anderen Mitteln gegriffen – es wird nicht versucht, die Attacke „rückgängig“ zu machen
  • Übergewicht ist möglich
  • Körper wird als Feind angesehen
  • Essen steht im Mittelpunkt
  • geringe körperliche Aktivität
  • keine regelmäßige Nahrungszufuhr
  • Störung der Hunger- und Sättigungswahrnehmung
  • Schuld- und Schamgefühle, Hilflosigkeit
  • depressive Verstimmungen
  • geringes Selbstwertgefühl

Verbreitung in der Bevölkerung:

  • häufiger sind Frauen als Männer betroffen
  • meistens tritt die Krankheit bei jungen Erwachsenen auf
  • wenige Studien vorhanden
  • hohe Dunkelziffer

Behandlungsmöglichkeiten:

  • ambulante oder stationäre Behandlung
  • Strategien entwickeln, um Essattacken zu vermeiden
  • Zusammenarbeit verschiedenster Spezialisten: Mediziner, Therapeuten, Psychologen, Ernährungsberater oder Diätassistenten, Sozialarbeitern bzw. -pädagogen und Fachpflegekräften
  • stationäre und ambulante Behandlungen
  • bei bedrohlicher Ausmaße, z.B. Depressionen, ist ein Klinikaufenthalt notwendig
  • Behandlungen können gegen den Willen des Betroffenen erfolgen

Weitere Informationen:

http://www.bzga-essstoerungen.de/informationen/essstoerungen-im-ueberblick/binge-eating-stoerung/

http://www.apotheken-umschau.de/Binge-Eating-Stoerung